Aktualisierung/Überarbeitung der evidenzbasierten S3-Leitlinie (AWMF-Nr.: 057-008)
- Wer ist die Zielgruppe? Wie viele Frauen sind jährlich betroffen?
Immer mehr Frauen entwickeln eine Gestationsdiabetes in der Schwangerschaft. Die aktuellen Zahlen sind auf 9 % aller Schwangerschaften in Deutschland gestiegen. Bei ca. 650.000 Geburten jährlich sind bereits über 58.000 Frauen von einer Gestationsdiabetes betroffen. - Inhalt der Leitlinie
Ziel dieser Leitlinie ist die Verbesserung und Vereinheitlichung von Prävention, Screening, Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei Gestationsdiabetes durch evidenzbasierte Empfehlungen für den ambulanten und stationären Bereich. Adressaten der Leitlinie sind FachärztInnen für Gynäkologie und Geburtshilfe, aber auch Innere Medizin und Allgemeinmedizin, DiabetologInnen, Hebammen und NeonatologInnen. Zudem dient die Leitlinie zur Information für an der Versorgung beteiligte Personengruppen wie z. B. ErnährungsberaterInnen, PsychologInnen und andere mit der Gesundheit von Schwangeren befasste Gruppen. - Inhalt der Aktualisierung
Viele neue Studien sind in der Zwischenzeit veröffentlicht worden. So liegen beispielsweise neue Informationen zu dem Procedere, wie Gestationsdiabetes entdeckt wird, wie streng die Blutzuckereinstellung sein soll, zu möglichen Ersatztherapien zu Insulin und zur optimalen Gewichtszunahme vor. Diese neue Evidenz soll effizient, ökonomisch und an die Ressourcen angepasst in der Aktualisierung der Leitlinie aufgearbeitet werden. - Warum ist diese Leitlinie wichtig?
Die Leitlinie ist wichtig, weil es eine immer größer werdende Anzahl an übergewichtigen schwangeren Frauen gibt und damit auch das Risiko von Gestationsdiabetes steigt.Bei der Betreuung von schwangeren Frauen sind viele Personen involviert, nicht nur die ärztlichen Berufe. Die Ergebnisse dieser Leitlinie sollen daher einem weiten Netzwerk von Berufen zur Verfügung gestellt werden, um Schwangere mit dem Risiko einer Gestations-diabetes optimal zu betreuen.
Die Deutsche Stiftung Frauengesundheit beteiligt sich an der Finanzierung der Aktualisierung.