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Sectio caesarea / Kaiserschnitt

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Aktualisierung/Überarbeitung der evidenzbasierten S3-Leitlinie (AWMF-Nr.: 015-084)

  • Wer ist die Zielgruppe? Wie viele Frauen sind jährlich betroffen?
    Die Sectiorate in Deutschland beträgt aktuell 30 %. Bei ca. 670.000 Geburten im Jahr in Deutschland finden ungefähr 200.000 Kaiserschnitte statt.
  • Inhalt der Leitlinie
    Die Sectio ist die weltweit häufigste Operation bei Frauen – mit steigender Tendenz.
    Das Ziel der Leitlinie ist die Zusammenfassung des aktuellen Wissens über die Sectio mit dem Fokus auf Definition und Klassifikation, Aufklärung, Indikation, Zeitpunkt und Durchführung sowie auf Schwangerschaft und Geburt nach einer Sectio, um in einem gemeinsamen Entscheidungsfindungsprozess das ideale Vorgehen im individuellen Fall festlegen zu können. Sie dient als Entscheidungshilfe, um Risiken, die mit einer vaginalen Geburt oder einer Sectio verbunden sind, besser einzuschätzen.
  • Inhalt der Aktualisierung
    Die Indikationsstellung, für wen der Kaiserschnitt die bessere Entbindungsform darstellt (wer sollte wann unter welchen Bedingungen eine Sectio erhalten), ist in der aktuellen Fassung bereits gut abgebildet.
    Die Schwerpunkte der Aktualisierung liegen auf den Bereichen, in denen in den letzten fünf Jahren eine große Anzahl an Evidenz hinzugekommen ist. Daher wird der Fokus auf der Durchführung des Kaiserschnitts (operative Verfahren, Nahttechnik, peri-operatives Management), interdisziplinäre Zusammenarbeit (Schmerztherapie, Anästhesie, Überwachung, etc.) sowie vor allem auf den gesundheitlichen Auswirkungen auf Mutter und Kind und generellen Vor- und Nachteilen der Sectio liegen.
  • Warum ist diese Leitlinie wichtig?
    Die Leitlinie ist wichtig, weil es eine große und größer werdende Anzahl an Kaiserschnitten gibt. Ein Kaiserschnitt stellt aber einen gravierenden Eingriff in den weiblichen Körper in einem ganz sensiblen Moment dar.
    Der Kaiserschnitt wird von den Patientinnen generell als risikoarmes, „stabiles“ Geburtserlebnis bewertet hinsichtlich des physischen Outcomes – jedoch birgt die Sectio auch physische und psychische Risiken. Daher dient die Leitlinie auch dazu, Folgen des Kaiserschnitts, vor allem nachteilige Folgen, zu verhindern oder zu verringern.

Die Deutsche Stiftung Frauengesundheit beteiligt sich an der Finanzierung der Aktualisierung.