Die Deutsche Stiftung Frauengesundheit unterstützt systematische Reviews zur Erstellung einer S2e-Leitlinie im Rahmen der EBCOG, die dann auf nationaler Ebene auf S3-Niveau weiterentwickelt werden kann
- Wer ist die Zielgruppe? Wie viele Frauen sind jährlich betroffen?
Ca. 5 Prozent aller Kinder liegen zum Zeitpunkt ihrer Geburt noch in Beckenendlage. Dies betrifft ca. 32.000 Geburten pro Jahr in Deutschland. - Inhalt der Leitlinie
Die Deutsche Stiftung Frauengesundheit hat die Möglichkeit, erstmalig eine europäische Leitlinie im Rahmen von FIGO und EBCOG zu unterstützen. Es handelt sich um die Evidenzevaluation zur Beckenendlage, die auf europäischer Ebene entwickelt und auf Länderebene als S3-Leitlinie weiter ausgebaut werden kann. Somit kann sie eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Ärztinnen und Ärzte für die Beratung und Behandlung von Schwangeren werden. - Warum ist diese Leitlinie wichtig?
Diese Vorarbeiten auf S2e-Level sind wichtig, um auch in Deutschland und anderen europäischen Fachgesellschaften eine S3-Leitlinie zum Thema „Beckenendlage“ evidenzbasiert erstellen zu können.Diese Leitlinie wird ein wichtiger Indikatorsein, ob eine normale Geburt bei Beckenendlage auch möglich sein kann oder ob ein Kaiserschnitt indiziert ist. Da die steigende Sectiorate in Deutschland nicht mit einer Verbesserung des kindlichen Outcomes assoziiert ist, wird die Leitlinie auch eine wichtige Ergänzung zu den S3-Leitlinien „Kaiserschnitt“ und „Vaginale Geburt“ sein.