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Die Geburt sicherer machen – Überwachung des Fötus

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Die Geburt sicherer machen – Überwachung des Fötus

Ein gesundes Kind zu bekommen ist der Herzenswunsch aller Eltern. Die Frauenärzte unterstützen ihre Patientinnen dabei auf dem gesamten Weg der Schwangerschaft und der Geburt.

Dabei ist die Zeit kurz vor und während der Geburt besonders kritisch. Es ist wichtig, zu jedem Zeitpunkt zu wissen, wie gut es dem Kind geht.

Unter der Geburt ist die Überwachung des Fötus elementar. Denn die Gebärmutter zieht sich während der Geburt zusammen und das Kind erhält weniger Blut und Sauerstoff über die Gebärmutter. Das Kind wird in dieser Zeit über den Mutterkuchen versorgt, der normalerweise über ausreichende Reserven verfügt. Wenn aber die Reserven erschöpft sind, weil die Geburt deutlich über dem Termin stattfindet oder andere Komplikationen vorliegen, kann sich die Versorgung des Kindes verschlechtern.

 

Die neue Leitlinie setzt hier an. Sie erklärt verständlich, welche Zeichen zu beachten sind, um die größtmögliche Sicherheit von Mutter und Kind zu gewährleisten. Dabei fußt die Leitlinie auf den weltweit besten aktuellen Studien und Behandlungsmethoden. Sie ist ein wichtiger Meilenstein, um Auffälligkeiten besser zu diagnostizieren und trägt dazu bei, eine fundierte Entscheidung zu treffen, ob es dem Kind gut geht und die Geburt normal weitergehen kann oder ob das Kind nicht mehr optimal versorgt ist und ein Kaiserschnitt in Betracht zu ziehen ist.

 

Die Leitlinie gibt den Ärzten die Sicherheit, sich richtig zu entscheiden. Sie hilft anhand der wichtigsten Parameter frühzeitig zu erkennen, ob ein Kaiserschnitt notwendig ist, bevor eine Unterversorgung das Leben und die Gesundheit von Kind (und Mutter) schädigen kann. Umgekehrt trägt die Leitlinie dazu bei, unnötige Kaiserschnitte zu vermeiden und das Infektionsrisiko bei der Mutter zu minimieren.

 

Die Deutsche Stiftung Frauengesundheit hat diese Leitlinie gemeinsam mit der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin) finanziert und leistet einen fundamentalen Beitrag, Geburten in Deutschland sicherer zu machen. Alle 800.000 Neugeborenen in Deutschland und alle Mütter profitieren von dieser Leitlinie.

Die Wirkung der Leitlinie:

Die S3-Leitlinie „Fetale Überwachung“ greift den Paradigmenwechsel in der Betreuung der Schwangeren auf. Konsequent wird zwischen einem „low risk“ und einem „high risk“ Kollektiv der Patientinnen unterschieden. 

Der wichtige Beitrag der Leitlinie liegt in zwei Bereichen:

 

1. Für das „low risk“ Kollektiv beschreibt die Leitlinie, dass keine zusätzlichen Untersuchungen durchgeführt werden müssen, da sich der Outcome für Mutter und Kind dadurch nicht verbessert. Sie gibt den behandelnden Ärztinnen und Ärzten evidenzbasiert die Sicherheit, dass keine weiteren Interventionen neben den etablierten Standards notwendig sind.

 

2. In Bezug auf das „high risk“ Kollektiv beschreibt die Leitlinie erstmalig die Methodik, wie CTG und Doppler anzuwenden sind. Diese Vorgehensweisen waren bisher in keiner der existierenden S3-Leitlinien zum Thema Schwangerschaft enthalten.

 

Durch diese Leitlinie wird die Überwachung des Fötus während der Schwangerschaft und unter der Geburt auf die notwendigen Untersuchungen fokussiert und verbessert.