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Schwangerschaft und Adipositas

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Risikofaktor: Übergewicht

Schwanger zu sein sind besondere Monate im Leben einer Frau. Schwanger zu sein bedeutet auch, die Verantwortung für ein entstehendes Leben zu übernehmen.

Welche Auswirkungen mütterliches Übergewicht während der Schwangerschaft auf die Entwicklung des Kindes hat, ist noch nicht vollständig geklärt.  Die Lebensweise der Mutter hat einen Einfluss auf die Entwicklung und die Gesundheit des Kindes. Seit vielen Jahren steigt jedoch in Deutschland der Anteil der werdenden Mütter, die übergewichtig sind. Die sogenannte Adipositas ist ein bekannter Risikofaktor für Bluthochdruck (Präeklampsie) und Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). Sie geht mit einer erhöhten Anzahl an Frühgeburten einher und führt zu einer erhöhten Neugeborenen- und Säuglingssterblichkeit.

Als behandelnde Ärztin oder Arzt möchte man Frauen mit Übergewicht bestmöglich begleiten, über die Risiken aufklären und diese weitestgehend reduzieren. Leider lagen in diesem Bereich bisher keine guten Behandlungsempfehlungen weder für den Arzt noch für die Patientinnen vor.

Diese neue Leitlinie, die vollständig von der Deutschen Stiftung Frauengesundheit finanziert wurde, zeigt daher transparent und neutral die wichtigsten Behandlungsmethoden auf, die für Mütter mit Übergewicht geeignet sind. Da die Leitlinie in der höchsten Qualitätsstufe verfasst ist – als S3-Leitlinie – sind die Ergebnisse auch für die Patientinnen verständlich veröffentlicht. Die sogenannte Patienten-Leitlinie vermeidet medizinische Fachbegriffe und ermöglicht so der werdenden Mutter, sich auf Augenhöhe mit ihrem Frauenarzt über die Behandlung zu unterhalten.
Die Leitlinie wurde in Rekordzeit erstellt und bereits im Januar 2020 veröffentlicht.

Die Wirkung der Leitlinie:

Die S3-Leitlinie „Schwangerschaft und Adipositas“ war die erste Leitlinie dieser Qualitätsstufe in Deutschland zu diesem Thema überhaupt. Sie wurde im Januar 2020 veröffentlicht und von der Deutschen Stiftung Frauengesundheit finanziert.

Sie hat das Problem der Adipositas in der Schwangerschaft erstmalig in den Fokus gerückt und für große Aufmerksamkeit gesorgt. Adipositas wurde zuvor mehr als gesellschaftliches Problem gesehen, wofür eher die Innere Medizin zuständig war.

Durch die Leitlinie gibt es nun erstmals Handlungsanweisungen für die Betreuung von adipösen schwangeren Frauen (prä-konzeptionelle Betreuung, Vorsorge und Betreuung in der Schwangerschaft, Geburtsplanung, Geburt, Betreuung der Neugeborenen und postpartale Folgen von Mutter und Kind), die immerhin fast 15 % aller Schwangeren ausmachen – Tendenz steigend. Dies gibt Sicherheit für alle behandelnden Ärztinnen und Ärzte und führt zu einer besseren Versorgung von den betroffenen Frauen.

Dementsprechend war die Resonanz auf die Leitlinie sehr groß: sie wird als extrem hilfreich und wichtig angenommen.